Romedis News > Barrierefrei Magazin

Barrierefrei Magazin

10.10.2017

„Ich bin in die neue Prothese gestiegen und sofort gelaufen – das erste mal seit 30 Jahren ohne Probleme und absolut schmerzfrei!“

Christian D. – Prothesenträger

Symphonie Aqua Line

Die Innovation in der Abdrucktechnik für Prothesenschäfte,

entwickelt von der Romedis GmbH und prämiert mit dem Bundespreis 2017. Durch das innovative Symphonie Aqua System ist es erstmals möglich, die Belastungen des Stumpfes im Prothesenschaft unter tatsächlichen Bedingungen zu erfassen und einen völlig passgerechten Gipsabdruck unter Vollbelastung der unteren Extremität herzustellen.
Durch den optimal entstehenden hydrostatischen Druck dieser Technologie wird das individuelle Körpergewicht bestmöglich und absolut gleichmäßig auf die Stumpfoberfläche übertragen. Somit kommt es schon vor dem eigentlichen Gipsabdruck zu einem identischen Abbild des Bindegewebes und der knöchernen Strukturen. Der Patient kann hierbei bereits wertvolle Informationen über das Schaftvolumen und die knöchernen Bestandteile des Stumpfes geben.
Der Stumpf wird schon beim Gipsabdruck mit dem gesamten Körpergewicht belastet. Bei voller Belastung wirkt der hydrostatische Druck im Zylinder dem Körpergewicht des Patienten entgegen und komprimiert die Stumpfoberfläche. Somit wird ein absoluter Vollkontakt erreicht. Die individuelle Stumpfsituation wird abgebildet. Knöcherne Strukturen und Weichteilsituation können schon beim Abdruck erfasst werden.

Die Vorteile

Der unter hydrostatischem Druck gefertigte Gipsabdruck bietet Patienten und Orthopädietechnikern die Möglichkeit, bereits beim Abdruck bestehende Drucksituationen zu erfassen und wiederzugeben.

Herrschende Druckverhältnisse im Schaft zeichnen sich schon vor der Schaftfertigung ab und machen eine individuelle Berücksichtigung möglich. Auf die individuelle Situation am Stumpf kann schon am Gipspositiv exakt eingegangen werden. Somit ist für die Orthopädietechniker bereit vor der Modellerstellung bekannt, welche Resonanz der Schaft beim Patienten hervorruft. Markante Knochenpunkte, narbige, empfindliche Stellen sind hier schon deutlich unter Vollbelastung erkennbar. Ebenso gelingt es, mittels des neuen Verfahrens, die Stumpfsituation unter genauer Berücksichtigung des Körpergewichts und der damit einhergehenden Komprimierung zu erfassen.
Das Interview mit Herrn Christian D., verdeutlicht die bahnbrechende Funktion des Symphonie Aqua Systems. Er ist seit 30 Jahren Prothesenträger und ist von den Vorteilen mittels eines Symphonie Aqua angefertigten Schafts überzeugt.

„Bevor es das Aqua System gab, wurde der Gipsabdruck mit den Händen an den Stumpf angepasst. Jedoch kann ein Orthopädietechniker mit seinen Händen den Druck niemals so gleichmäßig und großflächig aufbauen, wie es mit dem Symphonie Aqua System möglich ist. Früher ist man da eher punktuell an das Problem herangegangen und dann kam es durch kleine Änderungen am Stumpf sofort zu Druckstellen im Schaft. Der große Vorteil des Aqua Systems ist, dass sich das Körpergewicht viel besser verteilt, wenn man den Druck großflächig am Stumpf aufbaut.
Drei Wochen nachdem ich die Prothese zum ersten mal probiert hatte, bin ich noch einmal zur Nachkontrolle gegangen. Und was soll ich sagen – es gab keine einzige Nachbesserung am Schaft. Und auch bis heute, etwa ein halbes Jahr nach der Anfertigung des Prothesenschafts mit Hilfe des Symphonie Aqua Systems, hatte ich nie auch nur das geringste Problem mit der neuen Prothese.
Ich bin damals in die neue Prothese gestiegen und sofort gelaufen – ohne Probleme und vor allem absolut schmerzfrei. Es wurde nur noch mal kurz nachgeschaut, ob wirklich alles passt. Aber dann war für Monate Ruhe. Kein Nachschleifen, keine Nachbesserung, nichts. Das hat einfach von Anfang an gepasst.“

Was hat sich in Ihrem Leben verändert?

„Es war so, dass ich mit meiner alten Prothese einfach nicht das Spontane machen konnte. Das hat sich durch das Symphonie Aqua System und den neuen Schaft komplett geändert“.

„Da ist ein Weiher – da springe ich jetzt rein!“ Ohne auch nur darüber nachzudenken, ob das irgendwelche Nachteile haben könnte, wenn der Prothesenschaft nass wird.
Durch die gleichmäßige Druckverteilung steigt man ohne Schmerzen in den Prothesenschaft. Früher, als der Druck im Schaft punktuell verteilt war, hatte ich oft Schmerzen, da ja das ganze Gewicht von nur wenigen Stellen getragen wurde. Und heute freue ich mich sogar in der Früh darauf, in die neue Prothese zu steigen und zu fühlen, wie sich das Gewicht auf den ganzen Schaft verteilt! Und das merkt man sogar schon beim ersten Gipsabdruck! Man hat sofort einen sehr sicheren Halt und spürt, dass der Schaft einfach passt! Das ist einfach gigantisch!
Und jetzt fahre ich einfach – ich setze mich auf mein Fahrrad und fahre einfach los! Mit dem Rad von Rosenheim bis zum Gardasee ist für mich überhaupt kein Problem mehr. Nächstes Jahr fahren wir bis ans Meer – das werden 800km sein. Das werden wir in zwei oder drei Tagen durchfahren. Und dann folgt irgendwann mein großes Ziel – die Amerikareise!

Große Ziele werden real. Problemlos leben!

„Und dann folgt irgendwann mein großes Ziel – die Amerikareise“!

Mit dem Rad von der Ost- an die Westküste. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass das vor der Behandlung mit dem Aqua System nie denkbar gewesen wäre. Es war gar keine Überlegung, überhaupt Fahrrad zu fahren! Das ist jetzt einfach super!“

Barrierefrei-Magazin Ausgabe September 2017

Hier steht Ihnen die komplette Ausgabe des Barrierefrei-Magazin vom September 2017 zum Download als Zip-Datei zur Verfügung.
Download
Beitrag teilen: